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Die Zauberflöte in der Komischen Oper

17. April 2016
Opernsaal

Gestern Abend haben mein Freund und ich uns „Die Zauberflöte“ in der Komischen Oper angesehen. Es war schon etwas merkwürdig, an einem Samstagabend einen Opernbesuch geplant zu haben, da wir beide vor nicht allzu langer Zeit noch jedes Wochenende auf Konzerten oder in Bars unterwegs waren. Nun ja, man wird älter. 😉 Gestern war es also so weit, wir waren das erste Mal gemeinsam in der Oper.

Im Vorfeld hatte ich lange überlegt, was ich an so einem Abend anziehen sollte. Ich habe keine Abendgarderobe und hatte auch keine Lust, mir nur welche für diesen Opernbesuch zu kaufen. Die Komische Oper schreibt auf ihrer Webseite:

„Chick oder Schock – einen Dresscode gibt es nicht. Sie werden immer richtig angezogen sein. Kleiden Sie sich so, dass Sie sich wohlfühlen. Individualität hat eindeutig Vorrang. Fühlen Sie sich nicht overdressed, fühlen Sie sich wohl.“

Das kam mir natürlich gelegen und fand ich sehr sympathisch. 😉 Ich habe mich für ein schwarzes, teils transparentes, Oberteil entschieden, ordentliche dunkle Hosen und schwarze Chucks. Als wir ankamen, haben wir von draußen erst einmal die Kleidung der Anderen unter die Lupe genommen. Es war wirklich alles dabei vom schicken Designer-Abendkleid bis zur Jeans mit Outdoor-Funktionsjacke.

Die Inszenierung der Zauberflöte in der Komischen Oper ist nicht klassisch oder gewöhnlich. Es gibt kein gängiges Bühnenbild, sondern nur eine weiße Wand mit Türen und Plattformen, die wiederum hinter Drehtüren versteckt sind. Der Clou an dieser Oper sind die Filmanimationen, die an die weiße Wand projiziert werden. Dabei sind es nicht nur Filmchen, die im Hintergrund laufen, sondern sie ergeben erst mit den Sängern ein Gesamtbild. So streichelt Papageno häufig mal seine projizierte Katze oder trinkt einen projizierten Cocktail. Ihr könnt euch das nicht vorstellen? Dann seht selbst:

Mir hat die Oper richtig gut gefallen, für meinen Freund wäre eine Kürzung um die letzten 30 Minuten okay gewesen. 😉 Hilfreich fand ich auch, dass man den gesungenen Text auf einem kleinen Display am Vordersitz lesen konnte, da ich sonst wahrscheinlich nur die Hälfte verstanden hätte. Die einzige Kritik, die ich an unserem Opernbesuch habe, ist die stehende und verbrauchte Luft im Saal, die gerade zum Ende hin immer unangenehmer wurde.

Alles in allem war es ein ziemlich cooler Abend. Wir werden so etwas auf jeden Fall demnächst öfter mal machen. Als nächstes geht es aber wahrscheinlich eher in ein Musical, da ist die Sprache verständlicher und die Handlung etwas spannender.

Komische Oper von außen

Komische Oper Saal

Komische Oper Saal

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1 Kommentar

  • Antworten Cecilia 22. Juni 2016

    Hallo Uta, ich war Anfang Mai da und habe mir die ZF angeguckt. Die Oper selbst gefällt mir sehr gut (höre ich mir zu Hause immer wieder an, weil meine Tochter sie so schön findet. Die zweite Hälfte ist aber etwas zuuuuu laaang. Da bin ich mit deinem Freund einverstanden. Die Handlung gerät im Stocken und es wird extrem langweilig. Die Musik ist trotzdem wunderschön und vor allem diese Inszenierung in der Komischen Oper fand ich der absolute Hammer. Innovativ, witzig und trotzdem sehr passend zur Geschichte. Die Sänger fand ich generell gut, die Königin der Nacht hat mir nicht aus dem Sitz gekickt, aber Pamina… Pamina war RICHTIG Klasse!!!

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